Premiere zum Internationalen Jazzfestival »Women in Jazz« · 07.02.2012 · 20:00 Uhr · Opernhaus Halle

Lineup

Anke Piechotta (voc)
Nadine Spindler (voc)
Anna Maria Zinke (voc)
Annett Kaiser (voc)
Kristin Milus (voc)
Stefanie Woyte (voc)
Martin Engelmann (bass)
Sebastian Brandt (vocdr, ld)
Christine Berger-Brandt (coach)

1 Comment:
Claudia Crodel says:
31. Januar 2012 Reply

Halle (Saale)/MZ.

Jazzklänge nur mit der Stimme zu produzieren, diesem Plan haben sich acht Sänger der halleschen Musikschule »allègro« bei ihrem neuen Projekt verschrieben. Es nennt sich »GROLACOVE« – der Titel ist eine Zusammensetzung aus Groove und Vocal (rückwärts) – und wird beim Festival »Women in Jazz« erstmals in der Öffentlichkeit zu hören sein.

„Wir sind schon zum vierten Mal beim Festival dabei“, erzählt Christine Berger-Brandt, die gemeinsam mit ihrem Mann, Sebastian Brandt, die private Musikschule in der Kleinen Märkerstraße 10 leitet. Angefangen habe alles vor vier Jahren mit einem Projekt unter dem Motto »Colors of Jazz«. Was zunächst ganz abstrakt aussah, bekam schnell Konturen, und die Musikschüler von »allègro« waren begeistert davon. So folgte Jahr für Jahr eine neue, besondere musikalische Ausarbeitung, die jeweils direkt fürs Festival entstand. Besonders erfolgreich war im vergangenen Jahr die »StINgSPIRATION«, bei der man sich ganz der Musik des Sängers Sting widmete.

In diesem Jahr will nun man völlig auf instrumentale Begleitung verzichten, vielmehr alle Musik mit der Stimme produzieren. Selbst Percussion und Rhythmus werden ausschließlich vokal zur Geltung gebracht. Und wie es beim Jazz üblich ist, sind Bass und Percussion nicht nur im Hintergrund als Begleitung angesiedelt, sondern dominieren mitunter und drängen die Melodiestimmen in den Hintergrund. Herkömmliche Gesangstechniken werden kunstfertig mit vielen anderen Möglichkeiten stimmlicher Laute, selbst Husten, Schnalzen oder Schlucken, kombiniert – und lassen so Melodie und Begleitung miteinander verschmelzen.

„Wir haben erst im Dezember mit den intensiven Proben angefangen und sind ganz schön ins Schwitzen gekommen“, sagt Christine Berger-Brandt. Zunächst habe man ohne Mikrofone geprobt. Als die dann dazukamen, war alles ganz anders. Vor allem die Tongenauigkeit musste viel stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Viele Workshops an langen Abenden in der Woche und an den Wochenenden liegen nun hinter allen Beteiligten. Und so sei die schwierige Phase mittlerweile schon überstanden. Sieben Titel werden zu Gehör kommen, darunter Jazzstandards, die in die 40er und 50er Jahre zurückreichen. Aber auch moderne Titel sind dabei – wie von der bereits mehrfach beim Festival »Women in Jazz« aufgetretenen Silje Nergaard. Die Arrangements haben Christine Berger-Brandt und ihr Mann Sebastian Brandt selbst für das Projekt geschrieben.

Gut die Hälfte der jungen Sängerinnen, die zwischen 20 und 30 Jahre alt sind, waren übrigens schon vor vier Jahren beim ersten Projekt für »Women in Jazz« mit dabei: Nadine Spindler, Stefanie Woyte, Anna-Maria Zinke und Kristin Milus. Sie sind jedes Mal wieder begeistert und freuen sich – wie auch Christine Berger-Brandt – bereits auf ein neues Projekt für das kommende Jahr. Dann werden wir uns vielleicht wieder ganz einem Jazzmusiker widmen“, meint Berger-Brandt.

Das Projekt »GROLACOVE« ist am Dienstag, 7. Februar, um 20 Uhr im Rahmen der Jazzlounge im Opernhaus zu erleben. Im Frühjahr soll es dann noch mal im »jazzflag« in der Kleinen Märkerstraße 10 aufgeführt werden.